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Zu Gast beim Singepaten im Kindergarten
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„Wer bist denn du?“ wird der
Berichterstatter im Kindergarten umringt und begrüßt.
Die Singepatin stellt sich vor und schon geht es los.
Mit glockenheller Stimme singt die Singepatin vor: „Ich
möchte euch
begrüßen und das macht man so!“ und die Kinder machen mit
Begeisterung mit. Da wird geklatscht, mit dem Kopf gewackelt und
genickt und mit den Füßen auf dem Boden gestampft. Schon ganz
schnell kommt Stimmung auf.
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Die Singepatin spricht
heute heute über den Heiligen Sankt
Martin.
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Sie erzählt seine Geschichte
und andächtig hören die Kinder zu. Es geht um diesen Offizier,
der dem Bettler seinen halben Mantel geschenkt hat, damit er
nicht mehr friert.
Nun kommen natürlich die Sankt Martin-Lieder,
die allseits bekannt sind: „Ich geh mit meiner Laterne“ und
„Sankt Martin ist ein guter Mann“.
Die Singepatin hat ein ganz besonderes Spiel vorbereitet -
von ihr selbst erdacht. Es wird gewürfelt und auf dem Weg zum
Ziel Sankt Martin,
darf man, je nachdem auf welchem Feld der Spieler steht, den
anderen etwas vorsingen oder auch etwas ganz liebes seinem
Nachbarn sagen.
Singepaten gibt es in Amstetten seit einem halben Jahr und sie
werden von den Kindern freudig begrüßt. Auch den Bericht-
erstatter hat man schnell akzeptiert. Mit
seiner tiefen Stimme war er bei den Kinderliedern etwas
besonderes. Deshalb sind auch Opas oder Papas mit offenen Armen
aufgenommen.
Die Stiftung Singepaten, an deren Spitze Gräfin Bernadotte von
der Insel Mainau steht, hat sich zum Ziel gesetzt,
Kindergartenleitungen und Erzieherinnen zu unterstützen. Es
soll einfach mehr gesungen werden; im Kindergarten Amstetten
wird das gemacht.. Wer Interesse hat, mitzumachen oder in seiner
Heimatgemeinde das zu tun nimmt
mit Frau Manuela Hagmeier manuela.hagmeier@aja-netzwerk.de, (Amstetten
Jung und Alt) Tel.
07331/3006-52 (Mo. 9:00-11:30 Uhr)
oder dem Gesangverein Amstetten, Peter Laupheimer,
Telefon 07331/7537 Kontakt auf. |
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Wenn
Singepaten kommen... |
| dann ist im Kindergarten und in
den Grundschulklassen Leben angesagt. Noch mehr, als in einer
solchen Gruppe ohnehin zu erwarten ist. Da wird gesungen,
getanzt, gespielt, getrommelt und Leben gezeigt. Aber wenn die
Singepatin oder der Singepate eine Geschichte erzählen, sind
alle mucksmäuschenstill. Gespannt wird zugehört, wie die
Geschichte anfing, wie es weitergeht und wie sie endet. |
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An diesem Miteinander
haben aber nicht nur die Kinder Freude. Die Singepaten werden
von ihren Paten-Kindern nicht nur erwartet, sondern gehen mit
einer riesigen Begeisterung ihrer Patenschaft nach. Da werden
Zuhause Lieder einstudiert, Spiele probiert, Musikinstrumente
gebastelt und Texte gelernt. Die Tätigkeit des Singepaten
eignet sich deshalb auch ganz besonders für Jungsenioren, die
ihrem Un-Ruhestand eine besondere Note geben möchten.
Oft genug ist es auch so, dass bei den Jungsenioren die Kinder
aus dem Haus sind, die Enkel bereits flügge wurden und man
dennoch etwas für Kinder tun möchte. Was liegt dann näher,
als Singepate zu werden? |
| Aus der Praxis weiß man, dass
Singepaten sich ganz besonders auf den nächsten Singepaten-
Nachmittag vorbereiten. Da verschwindet der Singepaten-Opa in
der Werkstatt, hämmert, sägt und schleift und die
Singepaten-Oma erfreut sich an einem Märchen, das sie selbst
schon als Kind gehört hat und das sie demnächst wieder
vortragen möchte. |
| Ein erster Lehrgang für
Singepaten ist durchgeführt worden. Mit Freude lernten die künftigen
Paten Kinder im Kindergarten und in der Grundschule fürs Singen
begeistern können. Damit
ist auch Amstetten ein Standort der Singepaten. |
Was für frühere
Generationen und ältere Menschen meist selbstverständlich war,
ist heutzutage eher selten: das gemeinsame Singen von Eltern
oder Großeltern mit ihren Kindern oder Enkeln viele Anzeichen
und Zahlen weisen darauf hin, dass die wenigsten Kinder heute
noch aktiv singen, singen können oder Lieder auswendig kennen.
Weil kaum noch junge Menschen aktiv singen, singen können oder
Lieder kennen die sie singen könnten, hatte sich die in
Sindelfingen ansässige Stiftung "Singen mit Kindern"
zum Ziel gemacht, dass Singen mit Kindern aktiv zu fördern und
neu zu beleben. |

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| Ein
Baustein zur Erreichung dieses Zieles ist die fundierte
Ausbildung von Patinnen und Paten, die mit Kindern singen und
musizieren. Träger der Ausbildung ist die Stiftung "Singen
mit Kindern". Die Schirmherrschaft der Stiftung liegt in
den Händen der Mainau Gräfin Sonja Bernadotte. |
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